Intel-Chips


Wieder Probleme mit Intel Chipsatz

Pressemitteilung zu:  Intel tauscht Mainboards um

Bei ausführlichen Belastungstests in den Labors kam Intel einem Problem von Mainboards mit dem 820er-Chipsatz und "Memory Translator Hub" (MTH) auf die Spur: Das System kann unter Last willkürlich abstürzen. Nun will man weltweit alle Boards austauschen, zur Not sogar gegen eine neuere Technologie.

Der "Memory Translator Hub" (MTH) setzt auf den Mainboards mit Intels glücklosem 820-Chipsatz die Signale des Speicherkanals Rambus für die älteren SDRAMS um. Damit lassen sich auch die billigeren SDRAMs in 820-Boards verwenden, - Rambus-Speicher ist noch immer ein mehrfaches teurer.

Doch der MTH funktioniert nicht so, wie Intel sich das vorstellt. Wie die Firma am 10. Mai mitteilte, können die Systeme damit unter Last schlicht abstürzen. Das Problem sei auch schon eingekreist, hieß es, es liege am elektrischen Rauschen auf den Leiterbahnen. Wie bereits mehrfach berichtet, sind Rambus-Designs sehr kritisch; was Länge und Führung von Leiterbahnen betrifft.

Als Konsequenz will Intel weltweit Mainboards mit dem MTH austauschen. Zuerst betrifft das Intels eigenes Board "CC820", auch bekannt unter "Cape Cod". Weltweit sollen laut Intel eine Million Boards mit dem MTH im Umlauf sein. Dieses Angebot gilt jedoch nur für Mainboards, die den MTH enthalten - nicht für die DIMM-Riser-Cards, wie sie beispielsweise ASUS anbietet. Diese Karten passen in Rambus-Boards, und nehmen normale SDRAM-Module auf. Um festzustellen, ob das eigene Board einen MTH hat, stellt Intel auf seinen Webseiten ein Tool zur Verfügung. Wer das Problem, sprich: den MTH hat, sollte sich zuerst an den wenden, der das Mainboard verkauft hat. Für strittige Fälle hat Intel aber auch eine Hotline unter folgender Nummer eingerichtet: 069 / 950 960 99.

Wie der Austausch genau ablaufen soll, ist noch ungeklärt, da der neue MTH laut Intel noch nicht fertig ist. Der 820-Chipsatz selbst sei aber nicht betroffen und bedürfe keiner Änderung. Der Prozessor-Primus diskutiert inzwischen mit Mainboard- und PC-Herstellern, um gangbare Wege zu finden. Es scheint jedoch nicht ausgeschlossen, dass unter Umständen Intel selbst Mainboard samt Speicher austauscht, wenn der Kunde schnell eine Lösung braucht.

Quelle: tecChannel


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