PSK31
Funk |
| Datenübertragung
mit Soundkarten
Eine private Homepage zum Amateurfunk von DH1KAL ![]() Mit PSK (phase shift keying) werden Daten bzw. Texte per Funk übertragen. Ähnlich wie beim Chat im Internet, gibt es bei dieser From der Kommunikation auch einen Sender, der die Daten codiert absetzt und einen Empfänger, der die Daten empfängt, nachdem diese dekodiert wurden. Für die Umwandlung der Daten in Audiosignale bzw. Phasemmodulation ist eine spezielle MODEM-Software notwendig, die in der Lage ist, einzelne Audiofrequenzen per Filter hoher Ordnung aus dem Gesamtspektrum herauszufiltern. Bei einer Phasenmodulation eines Tones benötigt man eine Bandbreite von etwas mehr als der Baudrate. Bei PSK sind das 31,25 Hz. Diese geringe Signalbandbreite kommt den schmalen Frequenzfenstern auf den Amateurbändern sehr entgegen. Bei der Übertragung von PSK31-Signalen handelt es sich um eine Phasenmodulation, bei der die Phasenlage des Audiosignals um 180 Grad umgetastest wird. Durch die Umtastung der Phasenlage werden somit eine logische "1" oder "0" übertragen. Die Tastung erfolgt sehr schnell, was wiederum ein sehr breitbandiges Signalspektrum zur Folge hätte. Damit ein schmalbandiges Signal erzeugt werden kann, muss die Amplitude des Trägersignals zum Zeitpunkt der Phasenumtastung auf Null reduziert werden. Dies übernimmt die Software automatisch während des Sendevorgangs, da die Übertragung per SSB Seitenbandmodulation in USB oder LSB erfolgt und ein absenken der Lautstärke gleich dem Absenken des Trägers entspricht. Somit ist es möglich, dass 10 oder mehr Stationen gleichzeitig auf einer Bandbreite von nur wenigen kHz arbeiten können, da die Bandbreite je Station weniger als 63 Hz beträgt. Akustisch hört sich das Signal wie ein leichtvibrierender, jammernder Einkanalton an, dessen Umtastung man kaum wahrnehmen kann, aber auf dem Oszilloskope klar sichtbar wird. Neben PSK gibt es aber auch noch andere Übertragungsarten. Weitere Informationen unter:
http://www.darc.de...
Technisch betrachtet kann neben den Kurzwellenbändern (KW) der Funkbetrieb natürlich auch auf VHF, UHF oder per SAT-Funk stattfinden. Direktverbindungen über VHF oder UHF sind jedoch etwas langweilig, da es sich hierbei oft um störfreien Betrieb handelt und die Reichweiten begrenzt sind (bsp. Erdkrümmung). Die Leistungsfähigkeit von PSK31 macht sich somit erst bei hohem QRM und stark schwankenden Stationen bemerkbar, die man mit dem Ohr kaum oder garnicht mehr wahrnehmen kann. Auf welchen KW-Frequenzen
treffen sich PSK31-Stationen ?
Schneller Anschluss mit
Kondensatoren
Die galvanische Trennung kann auf mehreren Wegen geschehen: optisch mit linearen Optokopplern (bsp. IL300), per Trennkondensator oder per Trenntransformator bzw. NF-Übertrager. Letztere haben den Vorteil der Phasentreue und kapazitiven Entkopplung, aber leider den Nachteil, dass Transformatoren immer etwas unlinear arbeiten und verzerren da es sich dabei um Induktivitäten handelt. Unlinear heisst: Das NF-Signal wird im Spektrum nicht mit gleichmäßigem Pegel über alle Frequenzen übertragen. Pegelunterschiede von ±0,2 ...± 0,8 dB Dämpfung über 4000 Hz Bandbreite sind keine Seltenheit und sind damit ein wesendliches Qualitätsmerkmal des Übertragers. Einfache Beispielschaltung
mit zwei Trennkondensatoren
Ankopplung über NF-Transformator
Breitbandige NF-Übertrager unterscheiden sich von herkömmlichen Transformatoren darin, dass sie einen kleinen Luftspalt zwischen den beiden Spulenschalen besitzen. Dadurch wird der magnetische Fluss stark verringert und eine höhere Linearität der zu übertragenden Audiofrequenzen erreicht. Dies geht jedoch zu Lasten der Strom- & Spannungsübertragung, die einen möglichst hohen magn. Fluss fordert (bsp. Netztransformator mit Eisen E-Kern). Da es sich jedoch in der Praxis nur um kleine NF-Spannungen im milli-Volt bzw. mW Bereich handelt, ist diese Eigenschaft vernachlässigbar. Verwendet man zudem Ferrit anstatt Eisen, dass einen wesendlich höheren AL-Wert besitzt, kann durch variieren der Abstände ein optimaler Arbeitspunkt zwischen Übertragungsleistung und Frequenzlinearität gefunden werden. Die verwendete Litze und auch die Anzahl der Spulenwindungen spielen hier eine grosse Rolle, da neben der Spulenkapazität der induktive Widerstand u.a. noch vom verwendeten Material und dessen Aufbau abhängt (bsp. Wirbelstromverluste). Um eine möglichst hohe NF-Bandbreite zu erzielen, gilt grundsätzlich: Je höher der AL-Wert (Permeabilität) und je weniger Windungen verwendet werden (Gleichstromwiderstand), je kleiner ist die Eigenkapazität der Spule. Beispielschaltung aus dem
Internet: Audioübertragung mit NF-Trenntransformator
Kleiner Praxistest:
Für den Empfang von
PSK unter Windows wird ein Programm wie KPSK benötigt.
Hier finden Sie noch weitere, gute Webadressen, Textbeschreibungen und Downloads zu PSK31 und anderen Funk-Betriebsarten wie Hellschreiber, SSTV, RTTY, Fax, THROB, Multi-Ton und CW, die alle mit dem einfachen "Soundkarten-Interface" funktionieren. Info-Webseiten
Amateurfunk-Programme
zum herunterladen
Wer noch mehr, oder andere,
Amateurfunk-Programme sucht, wird sicher hier fündig:
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